Schüssler‘s Salze des Lebens – Mangel ausgleichen

Schüßlersalze

Ende des 19. Jahrhunderts, nach der die Medizin revolutionierenden Entdeckung durch Rudolf Virchow, dass der menschliche Körper aus Zellen besteht, begann der Homöopath Dr. Wilhelm Schüßler mit eigenen Forschungen. Insbesondere zum Thema Mineralstoffe und Spurenelemente. Es gelingt ihm herauszufinden, welche Mineralstoffe hauptsächlich in unseren Organen vorkommen, welche Aufgaben sie haben und welche Beschwerden mit den Mineralstoffstörungen, also deren Mangel, einhergehen.

Im Laufe seiner Forschungsarbeit entdeckt Schüßler insgesamt 12 heilende Mineralsalze, die in jedem menschlichen Organismus und in teilweise sogar jeder Zelle vorkommen und begründet darauf seine neue Behandlungsmethode. Er bezeichnet sie als Biochemie – Der Begriff stammt mal wieder aus dem griechischen: Bios = Leben und Chemie = Wissenschaft der Elemente. Ähnlich der Hahnemannschen Homöopathie arbeitete Dr. Wilhelm Schüßler ebenfalls mit der Potenzierung seiner zwölf Mineralsalze. Dadurch werden die Mineralstoffe so aufbereitet, dass sie für die Körperzellen zugänglich sind.

Allerdings liegt bei seinem Wirkprinzip nicht die Ähnlichkeitsregel Hahnemanns zu Grunde, sondern es wird bei der Behandlung mit den Schüßler-Salzen Fehlendes hinzugefügt. Sein Gedanke: Sind die chemischen Abläufe im Mineralstoff-Haushalt einer Zelle gestört, kann eine Zufuhr von Mineralsalzen in kleinsten Mengen und speziell aufbereitet, das Gleichgewicht wieder herstellen und die Funktionsstörungen normalisieren.

Nehmen wir als einfaches körperliches Syptom den Schnupfen: Hier ist der Sekrethaushalt der Schleimhäute gestört. Das Mineralsalz Natriumchloratum behebt dieses Problem indem es den Sekretfluss verringert. Der Schnupfen klingt ab. In gleicher Weise können auch seelische Befindlichkeiten oder hinderliche Verhaltensweisen ausgeglichen werden.

Da das Wirkprinzip Schüßlers, der Ausgleich von einem vorherrschenden Mangel ist, ist es sinnvoll eine niedrige Potenzierung zu wählen in der noch Bestandteile des Wirkstoffes zu finden sind, auch und gerade, wenn es um Belange der Seele und Gemütszustände geht, die in der Homöopathie eher durch eine höhere Potenz erreicht werden.

 

Die 12 Basissalze der Mineralsalztherapie – körperliche Zuständigkeit und ihre Wirkung auf Gemüt, Verhalten, seelische Befindlichkeiten und ihr positives Entwicklungspotenzial

Nr.1 – Calcium fluoratum – Das Salz für Bindegewebe, Gelenke und Haut – bei Unruhe, Hektik oder Verlassensangst. -> fördert Flexibilität und Anpassungsfähigkeit

Nr.2 – Calcium phosphoricum – Das Salz für Knochen und Zähne – bei Nervosität, leichter Erregbarkeit, Schreckhaftigkeit, oder großer Sensibilität. ->fördert Konzentrationsfähigkeit

Nr.3 – Ferrum phosphoricum – Das Salz für das Immunsystem- bei leichter Erregbarkeit, schneller Ermüdung, Konzentrationsproblemen. ->fördert Durchhaltevermögen

Nr.4- Kalium chloratum – Das Salz für die Schleimhäute- bei Trägheit, Reizbarkeit oder schneller Aggression, die aber auch schnell wieder vergeht -> fördert die Aktivität

Nr.5 – Kalium phosphoricum – Das Salz für Nerven und Psyche – bei Unruhe und Schreckhaftigkeit im Schlaf, vor allem bei Geräuschen -> fördert und aktiviert erschöpfte Menschen die sich gerne zurückziehen

Nr.6- Kalium sulfuricum – Das Salz für die Entgiftung – bei Eigensinnigkeit, leichter Reizbarkeit, man fühlt sich schnell in die Enge getrieben; bleibt nicht gerne in geschlossenen Räumen und drängt nach draußen

Nr.7 – Magnesium phosphoricum – Das Salz für Muskeln und Nerven – dauerhaft angespannt, zu Hyperaktivität und Hysterie neigend; Überempfindlich auf Umweltreize -> fördert Entspannung und erholsamen Schlaf; beruhigt die Nerven

Nr.8- Natrium chloratum – Das Salz für den Wasserhaushalt – bei starkem Rückzug, Trauer; hilft bei oder nach traumatischen Ereignissen oder seelischen Verletzungen -> wirkt entspannend, ausgleichend und harmonisierend

Nr.9 Natrium phosphoricum – Das Salz für Stoffwechsel – bei Unausgeglichenheit, Erschöpfung, Erbrechen oder Durchfall durch Aufregung, Unflexibilität -> fördert Fexibilität, Sensibilität und gute Laune

Nr.10- Natrium sulfuricum – Das Salz für die Ausscheidung – bei Reizbarkeit, Schwerfälligkeit, oder Trägheit -> fördert Neugier und Freude auf Neues

Nr.11 Silicea – Das Salz für Haare, Haut und Bindegewebe – bei Schreckhaftigkeit, Scheue, Empfindlichkeit auf äußere Einflüsse -> fördert Nervenstärke. Schützt Geist und Gemüt

Nr.12 Calcium Sufuricum – Das Salz für den Gelenke – bei aggressiven Verhalten, Verlassensangst, Zerstörungswut; kann bei Bettnässen eingesetzt werden -> fördert Offenheit gegenüber anderen Menschen

Am besten wirken die kleinen Tabletten auf Milchzuckerbasis in der D6 oder D12 Potenz. Dazu nimmt man 3-4 Tabletten und lässt sie langsam im Mund oder in der Backentasche zergehen. Sie können auch in langsamen Schlucken im Wasserglas aufgelöst getrunken werden. Bei akuten Symptomen solle sie häufig – alle 10-15 Minuten bis eine Besserung erkennbar ist eingenommen werden. Danach alle 1-4 Stunden bis zum Verschwinden der Symptome.

Bei chronischen Verhaltensauffäligkeiten oder länger bestehenden Problemen, sollten die Schüßlersalze 2-3 mal am Tag eingenommen werden. Meist über einen längeren Zeitraum von 2-3 Monaten. Anschließend kann bei einer Revision auch das Mittel gewechselt werden, wenn sich die Syptomatik verändert hat

 

Bildnachweis: fotolia.de/ #45523745 Gerhard Seybert

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