Meine eigenen Projektionen aufdecken

Ich frage mich immer wieder warum passieren mir bestimmte Situationen und warum werde ich immer wieder mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert. Sei es dass ich mich in Extremsituationen befinde oder dass mich bestimmte Krankheiten immer wieder aufsuchen. Bei der Suche nach Antworten bin ich auf das Thema der eigenen Projektionen gestoßen. 

Wir sind in unserer westlichen Welt so erzogen worden, dass wir Lösungen erst im Außen suchen, z.B. einen Experten befragen oder einen Arzt aufsuchen. Klar in der Schule haben wir Frontalunterricht erhalten und alles wurde uns auf irgendeine Weise erklärt und es gab Lösungen für die gestellten Aufgaben. Im nächsten Schritt haben wir die gleiche Erziehung in der Universität oder in der Lehre bekommen. Es gab immer jemanden der genau gewusst hat, wie etwas funktioniert oder wie die Lösung aussieht. Ich konnte jemanden fragen und brauchte mir keine eigenen Gedanken machen. Das Leben schien sehr einfach.

Doch wie ich weiter oben schon erwähnt habe, befinde ich mich immer wieder in Lebenssituationen, die ich erstens schon kenne und die mich zweitens auch vor Herausforderungen stellt, die mir manchmal unüberwindlich erscheinen. Was will mir mein Lebensweg damit sagen. Und da bin ich auf das Thema der eigenen Projektionen gekommen.

Was sind Projektionen. Das Wort kommt aus dem lateinischen proicere und bedeutet etwas hinwerfen, etwas vorwerfen. In der Psychologie spricht man von einem inneren Konflikt, der noch nicht gelöst ist und der anderen vorgeworfen wird. Dies können andere Gesellschaftsgruppen sein, Freunde und auch der eigene Partner. Verhaltensweisen werden im anderen entdeckt und sind damit im eigenen System noch nicht bearbeitet. Der andere ist wie ein Spiegel, der uns die eigenen Verhaltensweisen und Muster aufzeigt, die in uns wirken und noch verarbeitet werden dürfen.

Im Kleinkindalter findet noch keine Unterscheidung statt von dem was wir erleben und hören. Das Kleinkind nimmt alles auf und bildet keine eigene Meinung sondern hält es für wahr und für die Realität. In der Pubertät fangen wir an darüber nachzudenken was wir gelernt haben. Jugendliche hinterfragen und fangen an sich ihre eigenen Gedanken zu machen. So ergibt sich, dass alles was wir an einem Tag erleben ist eingefärbt von unseren Werten und unserer Erziehung.

Projektionen sind auch etwas Gutes. Wir können diese entdecken wenn wir hinter den Schleier schauen und uns bewusst werden was gerade mit uns passiert. Wir sind alle der Schöpfer unserer eigenen Realität.

Eine schöne Möglichkeit diesen Schleier zu lüften ist es in Momenten innezuhalten und sich die Frage zu stellen „wie geht es mir gerade?“. Empfinde ich Streß? Und hier darf ich mir die Frage stellen welchen Gedanken habe ich gerade kurz vorher gedacht. Denn der Gedanke wird zu einem Gefühl. Wenn ich mich in der Situation hinterfrage, komme ich schnell auf die Antwort, welcher Gedanke für mein Gefühl gerade verantwortlich ist. Meine Gefühle in der hier und jetzt Situation sind Ausdruck meines momentanen Zustandes in dem ich mich befinde. Diese dürfen auch genauso da sein und haben auch ihre Richtigkeit. Der Schlüssel für mich liegt in dem Bewusstsein und dem genauen Hinschauen, was gerade ist.

Ich für mich habe erst viel später lernen dürfen, dass ich mein Potenzial in mir finden kann. Mein Bewusstsein für mich und mein Weg sind Wegweiser. Ich habe erkannt, dass ein Schatz in mir liegt, der nach außen darf. Es bedarf eines Mutmachens von außen, ein Anstoßen von außen und dann finde ich meine Lösung in mir. Für genau diese Situation steht Holistic Coaching. Die Methode verschafft Dir Klarheit und Bewusstsein für Deine Situation und Du darfst Deinen Schatz und Dein Potenzial nach außen bringen.


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