Kinesiologischer Muskeltest – Draht zum Unterbewusstsein

Wir können dieses „Bauchgefühl“ oder diese „Zellerinnerung“ als unbewusste Kompetenz befragen – So kann ich mit Hilfe kinesiologischer Tests als direkten Draht zum Unterbewusstsein meine Haltung (im wahrsten Sinne des Wortes) abfragen, ob etwas anziehend oder aversiv auf mich wirkt (hier dient zum Beispiel der aufrechtstehende Körper als Pendel: Es zieht mich nach vorne bedeutet in den meisten Fällen, es zieht mich an. Es zieht mich nach hinten, dagegen, es stößt mich ab). Selbstverständlich gibt es auch Ausnahmen von der Regel. Deswegen kalibriert man sich vorher auf den Klienten. Ein anderes Beispiel gibt Aufschluss ob das eine Argument schwerer wiegt als das andere – Mein Körper visualisiert das ganz deutlich. Wenn ich die Hände vor mir gestreckt wie zwei Schalen halte und mir vorstelle, die positiven Argumente zweier Alternativen jeweils in die eine oder andere Schale fließen zu lassen. Die Hand, die tiefer liegt hat offensichtlich die stärkeren Argumente. Der Name geht zurück auf das griechische Wort für Bewegung = Kinesis.
Der kinesiologische Muskeltest wird nicht nur in der Kinesiologie als Diagnoseverfahren genutzt. Überprüft man damit zum Beispiel Glaubenssätze, Informationen, Emotionen oder auch Substanzen, wie Nahrungsmittel, Heilmittel oder Medikamente, kann das Ergebnis als Biofeedback des Systems des Klienten gesehen werden – unbeeinflusst vom rationalen bewussten Denken und Wissen.
Diese Entdeckung geht zurück auf Erfahrungen und Untersuchungen des amerikanischen Chiropraktikers Dr. George Goodheart. Er entwickelte 1964 dieses einfache Verfahren, dass die Muskelfunktion ohne Zuhilfenahme von technischen Apparaten erfasst. Hintergrund war seine Beobachtung, dass ein Muskel durch Stress geschwächt wird und nachgibt, also die Spannung nicht „einrastet“. Dieser Stress kann durch einen Gedanken, eine Formulierung, ein Wort oder durch Substanzen ausgelöst werden. Diese unmittelbare Erstreaktion wird vom autonomen Nervensystem gesteuert und ist nicht vom Willen des Klienten steuerbar oder kontrollierbar.
Die unterschiedlich Muskelanspannung kann so deutlich ausfallen, dass sie vom Klienten zweifellos bemerkt wird, was oft zu überraschten und beeindruckten Äußerungen führt, wenn das Ergebnis dem bewussten Willen oder Denken widerspricht. Zum Beispiel das Ergebnis bei dem Satz „ Ich bin bereit für Veränderung“ negativ ausfällt. Im Coaching kann der Muskeltest hervorragende Dienste leisten, denn er kann eingesetzt werden die Ursprünge und Muster innerer Themen zu identifizieren, auch wenn sie bereits weit in die Vergangenheit reichen


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